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Sensationell: zwei Westfalinnen im Finale der DM
Deutsche B-Jugend Meisterschaft Damenflorett (jüngerer Jahrgang):
Sarah Eggert (QuernheimerFC) und Valentina Moor (TB Burgsteinfurt) stehen sich im Finale gegenüber.
Sarah Eggert holt den Titel.
Valentina Moor wird Deutsche Vize-Meisterin.
Was kann es denn Schöneres geben, als zwei Westfalinnen ganz oben auf dem Siegerpodest einer Deutschen Meisterschaft zu sehen!
Diese Sensation machten die Florettfechterinnen des jüngeren B-Jugend-Jahrgangs, 1995, Sarah Eggert (Quernheimer FC) und Valentina Moor (TB Burgsteinfurt) vor (fast) heimischer Kulisse am 21. Juni in Quernheim/Kirchlengern wahr. Nach der Premiere von 2007 gelang dem Quernheimer FC wiederholt eine Deutsche-B-Jugend Meisterschaft mit ganz besonderem Flair auszurichten.
Für den Einzug in die Direktausscheidung, legte die Quernheimerin Sarah Eggert einen um nur eine winzige Nuance besseren Vorlauf als Valentina Moor vor. Doch ab dann glich sich das Schicksal der beiden weitgehend. Beide patzten in einem ihrer K.O.-Gefechte, machten die Niederlage jedoch über den Hoffnungslauf wieder wett und zogen ihre Erfolgstour bis zum Einzug ins Finale, wo sie sich gegenüber stehen sollten, fort. Sarah Eggert erfüllte damit sowohl ihr selbst gestecktes Ziel als auch ihre Favoritenrolle. Valentina Moor sorgte dagegen, für Insider jedoch nicht unvorbereitet, für eine Riesenüberraschung und galt als der "Geheimtip" schlechthin. Selbst überwälltigt von ihrem Erfolg, konnte sie ihr perfektes Ergebnis kaum fassen.
Hatten die beiden Westfalinnen bis jetzt bereits 50 Mitstreiterinnen hinter sich gelassen, galt es nun, den Titel "unter sich" auszumachen. Angespornt durch die breite heimische Fankulisse erwies sich Sarah Eggert nach Zeitablauf zwar als die Überlegenere, doch ist der fantastische Erfolg der beiden Mädchen durchaus als gleichwertig zu sehen.
Nicht nur Ihren Trainern (Tiberius Rapolti-Quernheim und Jerzy Nowakowski-Burgsteinfurt), sondern auch den Leistungsstützpunkten Quernheim/Kirchlengen und Burgsteinfurt bestätigten die beiden Fechterinnen mit ihren Glanzleistungen deren ausgezeichnete Aufbauarbeit. Mit besonderem Stolz darf dabei der Quernheimer FC auf seine schon fast serienmäßige "Produktion" von Deutschen Meisterinnen im Damenflorett blicken; als da wären:
2006 Inke Nehl (jüngerer Jg. B-Jugend)
2007 Inke Nehl (älterer Jg. B-Jugend)
2008 Sarah Eggert (jüngerer Jg. B-Jugend)
Dass durchaus noch mehr Erfolgspotential im Jahrgang der 1995 geborenen westfälischen Florettdamen schlummert, erkennt man daran, dass fast alle sich bis in die Direktausscheidung vor fechten und sehr gute Platzierungen belegen konnten:
Eva Hoeren, TB Burgsteinfurt Rang 12
Mona Backhauss,TSC Eintr. Dortmund Rang 18
Farina Bauer, VFL Bochum Rang 23
Caroline Felder (FSG Ruhr Wattenscheid) schied bereits nach der Vorrunde aus.
Älterer Jahrgang hinkt dagegen hinterher
Nach der spitzenmäßigen Vorlage der jüngeren Fechterinnen Westfalens, war der ältere Jahrgang mit nicht so viel Erfolg gesegnet, Lediglich Kira Bresler (TB Burgsteinfurt) vermochte sich die Qualifikation für die Direktausscheidung zu erkämpfen. Doch nach nur kurzem Debut war auch für sie bald das Aus besiegelt. Mit Platz 24 schloß sie in ihrer Altersklasse als beste Westfalin ab.
Das Gesamtergebnis der älteren B-Jugend-Damen:
24. Kira Bresler TB Burgsteinfurt
37. Kim Hüwe TB Burgsteinfurt
49. Isabel Barth VFL Bochum
54. Henriette Schüling FG TG Münster
Mannschaftswettbewerb
Wie in den Einzelwettbewerben, so hatten auch in den Mannschaftswettkämpfen die jüngeren Fechterinnen Westfalens wiederum deutlich die Nase vorn. Dank eines Freiloses griffen die Erst-und Zweitplatzierten des Vortags, Sarah Eggert und Valentina Moor, ergänzt durch Eva Hoeren und Farina Bauer, als Westfalen II erst mit der Direktentscheidung in den Ablauf ein. Zielstrebig setzte sich das Quartett bis ins Halbfinale durch, wo es nach einer Niederlage gleich darauf auch den Kampf um den dritten Platz als verloren in Kauf nehmen musste. Obwohl dieses Resultat, in Anbetracht der ausschließlich jungen Zusammensetzung, als ein sehr gutes zu bewerten ist, war der vierte Platz dennoch für das ehrgeizige Team ein undankbarer Platz.
Westfalen I , in der Zusammensetzung mit Kira Bresler, Kim Hüwe, Isabel Barth und Mona Backhauss, war bis dahin schon auf den 16. Rang abgeschlagen.
