Björn Erik Weiner gewinnt CC Turnier in Halle

Endlich ein wenig versöhnt nach dem Desaster der letzten Wochen zeigte sich Nachwuchsbundestrainer Artur Wojtyczka am Ende des internationalen Jugend A Turniers im Herrenflorett in Halle.

Durfte er auch, denn sein Schützling aus dem Fechtinternat, der westfälische Fechter Björn Erik Weiner schlug gekonnt in Halle auf und holte sich den Siegertitel.

Björn Erik focht eine hervorragende Vor- und  Zwischenrunde, um dann im Direktausscheid regelrecht aufzutrumpfen. Er schickte alle Gegner als haushoher Sieger von der Planche, lediglich Josef  Rizell aus Schweden forderte ihn zur besonderen Konzentration und konnte tatsächlich 13 Treffer setzen, ein Novum an diesem Tag bei den Gefechten gegen  Weiner. Danach folgten die beiden USA-Fechter Haglund und Dudey, die Weiner mit 15/4 und 15/6 wegputzte, bevor diese beiden es richtig begriffen. Im Finale stand er dem Amerikaner James Sands gegenüber, der schon zwei CC-Turniere in dieser Saison gewonnen hatte, an denen die deutschen Fechter nicht teilgenommen hatten. Die Stimmung in der Halle war einzigartig und überaus mit Hochspannung geladen. Doch Weiner absolvierte seine 15 Treffer ganz cool und lässig und schickte Sands mit 15/6 Treffern auf den 2. Platz.

Das war der Tag des deutschen Meisters Björn Erik Weiner. Und mit ihm freute sich riesig  Bundestrainer Wojtyczka!!

Ein weiterer deutscher Erfolg war der 8. Platz des Heidenheimers Lukas Hörger.

Weitere Burgsteinfurter Fechter, und zwar Justien Moor und Leonard van der Helm und die Quernheimer Silas Heidenreich, Marlon Brökemeier und Philipp Kröger stellten sich der internationalen Konkurrenz in Halle. Justien Moor war es, der  erwähnenswerte Rundengefechte absolvierte, doch im 128er Direktausscheid traf er unglücklich auf den erfolgreichen früheren Burgsteinfurter Dominik Stienhenser, der ihn, wenn auch nur ganz knapp, mit Platz 76 ins Aus schickte.

Auch wenn unser Westfale den Titel holte, so zeigte sich doch auch wieder bei diesem Wettkampf, dass die deutschen Fechter noch eine große Aufholjagd auf die internationale Konkurrenz starten müssen. Der Bonner Bundesstützpunkt, eigentlich die Fechthochburg im Herrenflorett, stellte von den insgesaamt 180 Teilnehmern, davon warten immerhin 64 deutsche startberechtigt, keinen einzigen Athleten.

Über den Autor: Gertrud Peters

Gertrud Peters ist Ehrenpräsidentin des Westfälischen Fechter-Bundes e.V.