Björn Erik Weiner gewinnt das Steinfurter Schloß

Schoppa auf Platz 11 und Hülsey auf Platz 16
Insgesamnt 103 Junioren kreuzten beim Internationalen QB-Turnier für Junioren auf den  Burgsteinfurter Planchen die Klingen.  Die Internationalität liess zu wünschen übrig, aber aus Deutschland reisten alle an, die in dieser Altersklasse Rang und Namen haben. Immerhin ging es um wichtige Punkte für die Deutsche Junioren-Rangliste.
Es war Weiners Ziel und selbtbewusst  hat es wahr gemacht: Björn Erik Weiner vom TB Burgsteinfurt holte sich den Titel des Steinfurter Schloßes im Einzel. Überglücklich reckte er sein Florett gen Himmel und schrie seine geballte Anspannung lautstark hinterher. Gestartet ist er allerdings nicht für seinen Heimatverein, sondern für den OFC Bonn, weil er vor drei Jahren ins Fechtinternat des Deutschen Fechter Bundes wechselte und der Bonner Verein ihm die nötige Struktur für seine sportliche Entwicklung bieten kann.
Die Vor- und Zwischenrunde meisterte er mit haushohen Siegen über seine Konkurrenten, diese ganz klaren Gefechte setzten sich in der Direktausscheidung fort, auch als er im Semi-Finale Bappert aus Frankenthal auf Platz drei schickte. Jetzt galt es nur noch das Talent Georg Dörr, TSG Weinheim zu besiegen. Und  Dörr bot ebenfalls sein ganzes Können auf und zog etliche Male bei Führung durch Weiner zum Treffergleichstand nach. Doch dann zog Weiner mit  sicheren Treffern davon, musste noch eine kleine Verletzungspause einlegen, die ihn aber nicht aus der Ruhe brachte, und beeendete trotz dieses Handicaps das Gefecht mit 15/11 für sich. Erstmals besiegte er das zwei Jahre ältere  Talent vom TSG Weinheim.
Bei der Siegerehrung trug er in alter Verbundenheit die Farben des TBBu, womit er sicherlich ein wenig Stolz in die Gesichter des Ausrichters zauberte.
Dominik Schoppa, ehemals VfL Bochum, jetzt ebenfalls OFC Bonn, musste sich nach einer  knappen Niederlage gegen den ganz starken Perelmann, TSG Weinheim, mit Platz 11 zufrieden geben.
Marius Hülsey, TB Burgsteinfurt, konnte an diesem Tag mit seinem 15. Platz die Erwartungen seines Trainers erfüllen, der ihm einen Platz unter den besten 16 Fechtern vorausgesagt hatte. Damit konnte Hülsey seine gefährdete Position für die Weltcup-Quote noch einmal sichern, denn auf den Weltcups in Bratislawa und Luxemburg wusste er nicht so recht zu überzeugen.
Justien Moor, TB Burgsteinfurt und noch neu in der Junioren Klasse belegte Platz 28. Leider scheiterte er im 32er KO ausgerechnet an Weiner. Joel Bernhard, Quernheimer FC schaffte die punktgenaue Landung mit Platz 32.
Dominik Stienhenser, Osnabrück und ebenfalls früherer westfälischer Fechter, schied verletzungsbedingt im 32er KO aus und musste durch dieses Missgeschick seinen Startplatz in der Weltcup-Quote vorerst begraben.
Wettkapmpfmanager des Deutschen Fechterbundes, Wilfried Gsching überreichte am Rande dem Burgsteinfurter Verein das Schild, das den Verein zum Kompetenzzentrum für Nachwuchsarbeit des DFB im HFL auszeichnet.

Über den Autor: Gertrud Peters

Gertrud Peters ist Ehrenpräsidentin des Westfälischen Fechter-Bundes e.V.