Björn Erik Weiner – Gold – Europameister

Das war ein Auftakt nach Mass in Budapest für den jungen Burgsteinfurter Björn Erik Weiner.
Alle wussten, dass er zu den Favoriten gehört, und trotzdem war die Überraschung und die Freude riesig, als er nun wirklich die Medaille mit dem goldenen Band umgehängt bekam und die Nationalhymne für ihn erklang.
Bundesnachwuchstrainer Wojtyczka und sein Fechter stellten sich dem Fotografen, wirkten stolz, glücklich, gerührt, aber abgekämpft. Björns Kampfgeist, seine Entschlossenheit, seine Disziplin und seine Selbstsicherheit führten ihn an diesem entscheidenden Tag zum Erfolg.
In der Vorrunde musste er noch eine Niederlage hinnehmen und war an Platz 6 gesetzt. Aber im Direktausscheid der letzten 32 Fechter trumpfte er nahezu auf und schickte seine ersten Gegner mit 15:3 und 15:4 von der Planche. Im Achtelfinale stiess er auf einen der Favoriten, den Franzosen Theo Sabban. Der französische Fechter zeigte  sich als unfairer und regelwidriger Gegner, aber trotzdem konnte er Weiner nicht aus dem Konzept bringen. 15:13 endete das Gefecht für den Deutschen.
Das nächste Gefecht gegen den polnischen Kollegen Ludwik de Bazelaire beendete Weiner mit 15.11 Treffern. Damit gehörte er schon zu den Anwärtern der ersten drei Plätze. Lahuno, Russland erforderte von Weiner die  volle Konzentration, denn der Russe ging in Führung. Doch cool, wie wir alle Weiner kennen, drehte er den Spieß um und setzte nacheinander 3 Treffer und überholte ihn damit ganz klar mit 15:12 Treffern.  
Im Finale wartete wiederum ein russischer Fechter, Andrej Matveev, auf ihn. Doch Weiner war auch gegen ihn nicht aufzuhalten. Mit einem starken Ergebnis 15:8 ging das Gefecht zu Ende und der Titel des Europameisters an Björn Erik Weiner vom TB Burgsteinfurt.
Ein glücklicher Bundesnachwuchstrainer liess in sein Lob für seinen Schützling gleich alle mit einfliesen, den Heimtrainer Nowakowski, das Elternhaus (auf das man beim Fechtsport überhaupt nicht verzichten kann), den Sponsor in Burgsteinfurt, das Internat und die Trainingskollegen, das gute Umfeld im gesamten Team.
Wojtyczka hatte aber auch weiteren Grund zur Freude. Unter die letzten 32 Fechter platzierten sich Hörger, Heidenheim und Christen, Tauberbischhofsheim. Veitenheimer, Weinheim belegte Platz 51.
Jetzt sind alle gespannt auf die Mannschaftswettkämpfe in der ungarischen Hauptstadt am kommenden Freitag
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Über den Autor: Gertrud Peters

Gertrud Peters ist Ehrenpräsidentin des Westfälischen Fechter-Bundes e.V.