Landesmeisterschaft der A-Jugendlichen

Nicht der Karneval stand bei den 13-17jährigen Fechterinnen und Fechtern am Wochenende im Zentrum, sondern die Westfälische Landesmeisterschaft.

Im Teamwettbewerb gingen im DFL lediglich 4 Mannschaften an den Start. Hier zeigten die TB-Burgsteinfurter Mädels  mit Stella Bresler, der einzigen Fechterin aus dem ältesten Jahrgang und der im DFB-Fechtinternat trainierenden Kari Weiner den Mitstreiterinnen, wo die Glocken hängen, und sie holten sich den Westfalenmeistertitel, sicherlich auch, weil sie einen psychologischen Vorsprung hatten.

Auch im Einzelwettstreit konnte sich Stella Bresler behaupten, hier folgte ihr jedoch auf Platz 2

die QFC Fechterin Sophie-Sorina Mowe, und auf Platz 3 vom Gütersloher TV Isabelle Flack und Julia-Jennifer  Rokach von der FSGRW Wattenscheid. Sie war es, die ganz unerwartet (sie gehört noch der B-Jugend an) mit einer Top-Tagesform gegen Kari Weiner, TBBu den letzten entscheidenden Treffer setzte, als der Kampf bereits mit je 14 Treffern ausgeglichen stand, und der Burgsteinfurterin den Weg ins Halbfinale verwehrte.

Im Damensäbel Einzel hatte Antonia Kosel, TSC Eintracht Dortmund die Nase vorn und holte sich den Titel.

Im Herrensäbel konnte Andre Fabian vom TV Jahn Oelde seinen Aufwärtstrend mit dem 1. Platz bestätigen und tritt damit in die Fußstapfen seiner älteren erfolgreichen Schwester. Platz 2  ging nach Dortmund zu Moritz M. Möller. Platz 3 teilten sich Lenoard Budde, Herne  und Till Brüggenthies, Dortmund.

Erfreulich war die Zahl der Teilnehmer, in der Säbelwaffe,  wenngleich sie sich nur auf wenige Vereine im Landesverband verteilte.

Und so stellten sich dem  Mannschaftskampf auch nur zwei Vereine an, von denen sich Dortmund den Titel holte,  vor dem Herner TC.

Bei den Herrenflorettisten holte Silas Heidenreich, QFC, den Titel. Er schickte seinen Kontrahenten Justien Moor, TBBu ganz klar mit vier Treffern Vorsprung auf Platz 2. Max Tiemann vom Fencing Team Bocholt und Philipp Kröger, QFC  erreichten gemeinsam den 3. Rang.

Im Teamwettbewerb war der Start von zwei Mannschaften des OFC Castrop Rauxel als Ausrichter  sehr  erfreulich zu verzeichnen. Die erste Mannschaft dieses Vereins erreichte  somit sogar Platz 2 hinter den Burgsteinfurtern, die bei der Deutschen Meisterschaft die Farben des Landesverbandes vertreten werden.Platz 3 ging an die FSG Ruhr Wattenscheid.

Der Karnevalssonntag war der Degenwaffe vorbehalten.

Zahlreich waren hier die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wird doch in den meisten Vereinen hauptsächlich dem Degen der Vorrang gegeben.

Bei den Damen holte sich Sieg und Titel die ganz junge B-Jugendliche Anna Zoe Braune vom QFC. Sie gehört noch dem jüngsten B-Jugend-Jahrgang an und stellte trotzdem alle anderen in den Schatten, als sie im Finale Hannah Wilke, TSV Hagen 1860 mit einigen Treffern Vorsprung auf den 2. Platz verwies. Auch auf dem Weg zum Finale hatte Anna Zoe keine Fehler gemacht und liess sich von nichts beeindrucken.  Auf Platz 3 behaupteten sich Marie Courouble; Lüdenscheid und Juliane Schaaf, ebenfalls TSV Hagen 1860. Die erfolgsgewohnte und sicher als Favoritin gehandelte Kendra Bittner, Herner TC musste dieses Mal mit Platz 5 zufrieden sein, denn auch zuvor wurde sie schon von Lea Beermann, ebenfalls TSV Hagen in den Hoffnungslauf geschickt.

Im Herrendegen holte erstmals Jan Schilderink vom Fencing Team Bocholt die Trophäe und nahm stolz den Pokal für den Landesmeister entgegen. Ihm folgte Adrian Seuthe, TSV Hagen 1860  vor Dominik Berkel, Herner TC und Valentin Enders, Lüdenscheid auf Platz 3. Unter den besten acht der Einzelmeisterschaft waren noch Valentin, Busch, Schüling und Heidenreich vom TUS Hamm, vom LTV Lüdenscheid, FGTG Münster und dem QFC zu finden, also eine breite Palette mehrerer Vereine.  Trotzdem fiel besonders der Degenstandort TSV Hagen des LLStP BO/DO/HA mit der Vielzahl seiner Teilnehmer und deren recht guten Ergebnissen positiv auf.

Bei den anschließenden Mannschaftskämpfen bildeten die Vereinsverantwortlichen dann auch geschickte Startgemeinschaften, von denen die STG Lüdenscheid/Herne bei den Herren am erfolgreichsten mit dem Titel abschnitt und somit die Farben des WFB bei der Deutschen Meisterschaft vertreten darf.

Genau so in der Damendegenwaffe. Hier holte sich die STG Herne/QFC den Titel vor den reinen Vereinsmannschaften: TSV Hagen 1860 mit 2 Mannschaften und dem Fencing Team Bocholt.

Über den Autor: Gertrud Peters

Gertrud Peters ist Ehrenpräsidentin des Westfälischen Fechter-Bundes e.V.