Westfälischer Fechter-Bund e.V.
Landes-Fachverband für Sportfechten
Sie befinden sich:  wfb-online.org

[n e w s]

Aus den Vereinen
01.04.2009 17:53
Von: Ralf Weiner

Breslau ist immer eine Reise wert

TB-Fechter beweisen internationale Wettkampftauglichkeit Das weltgrößte Jugend-Fechtturnier rief, und die jungen Fechter und Fechterinnen des TB Burgsteinfurt folgten 1.532 weiteren Sportlern aus 22 Ländern zur „Challenge Wratislava“ nach Polen.   Am Samstag traten zunächst die Jungen an. In der älteren Altersklasse (1994 und jünger) zeigten Marius Hülsey (53.) und Pascal Erdmann (30.) ihr Potential. Marius, der unerwartet früh auf einen der russischen Favoriten stieß, musste jedoch ebenso die Segel streichen wie Pascal, der äußerst unglücklich nur zwei Sekunden vor Gefechtsende den entscheidenden Gegentreffer erhielt und so eine absolute Topplatzierung knapp verpasste - angesichts einer Übermacht von 123 Fechtern dennoch ein glänzendes Ergebnis. Justian Moor und Björn Weiner aus der Alterklasse 1996 und jünger taten es ihren älteren Sportkameraden nach. Bei Justians erstem Großereignis verhinderte Nervosität eine bessere Platzierung als den 82. Platz von 146 Fechtern, was seinen technischen Fähigkeiten jedoch nicht gerecht wird. Björn, der zwei Jahre zuvor dieses Turnier bereits für sich entscheiden konnte, kam auch diesmal in das Finale der Besten, ein hervorragender 7. Platz beweist erneut, dass er international keinen Vergleich scheuen braucht. Auch Leonard van der Helm, der bei den Jüngsten (1998 und jünger) erstmals in Wrocław startete, erreichte auf Anhieb den 10. Platz und ließ damit insgesamt 100 Konkurrenten hinter sich, dabei erzielte er damit das zweitbeste Einzelergebnis der Stemmerter. Am Sonntag griffen Eva Hören und Valentina Moor bei den Fechterinnen der Jahrgänge 1994 und jünger in die Entscheidung ein. Da beide zur nationalen Spitze Ihres Jahrgangs gehören, hatten sie sich etwas mehr als die erreichten Platzierungen (25. bzw. 38) erhofft. Ihre sehr erfahrenen und daher unangenehm zu fechtenden Gegnerinnen aus Russland bzw. Tschechien aus dem Feld der 89 Fechterinnen verhinderten jedoch unerwartet ein Weiterkommen. Besonders schwer hatten es Janine Scheiper und Kari Weiner, da Sie auch innerhalb ihrer Altersklasse (1998 und jünger) zu den Jüngsten gehörten und so nur über sehr wenig Erfahrung verfügten. Insbesondere Karis 25. Platz war daher ein Riesenerfolg, der durch einen souverän erkämpften Sieg auf der zentralen Hochbahn in dem ersten K.O.-Gefecht ihrer noch jungen Karriere gekrönt wurde. Leider lief es bei Janine nicht so glücklich, fand sie doch gegen ihre starke Konkurrenz in den Vorrunden kein Gegenmittel und landete auf dem 73. Platz. Die Erfahrungen, die sie hier sammeln konnte, machten jedoch auch für sie dieses Turnier unvergesslich. Besichtigungen der schönen Innenstadt Wrocławs rundeten die gelungene Turnierfahrt ab. Angesichts der guten Verpflegung und der tollen Stimmung in diesem gemischten Team waren sich alle darin einig, auch im nächsten Jahr die Herausforderung annehmen zu wollen und sich beim weltgrößten Jugend-Fechtturnier mit den Besten zu messen.